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Der Goldfasan ist eine auffällige und farbenprächtige Fasanenart, die ursprünglich aus den Bergregionen Zentralchinas stammt. Er ist bekannt für sein spektakuläres Federkleid, insbesondere beim Männchen, das ihn zu einem beliebten Ziergeflügel weltweit gemacht hat. In Europa gibt es eingebürgerte Populationen, die aus Gefangenschaftsflüchtlingen entstanden sind.
Größe und Lebensdauer
- Länge
- Männchen: 90-105 cm (davon Schwanz 60-70 cm), Weibchen: 60-80 cm (davon Schwanz 30-40 cm)
- Flügelspannweite
- 65-75 cm
- Gewicht
- Männchen: 550-800 g, Weibchen: 450-650 g
- Lebensdauer
- 5-6 Jahre in freier Wildbahn, bis zu 15-20 Jahre in Gefangenschaft
- Nahrung
- Omnivore
Körperliche Merkmale
- Gefieder
- Männchen: Goldgelber Scheitel mit rotem Schopf, goldgelber Nacken mit orangefarbenem, schwarz gebändertem Kragen (Mantel), leuchtend roter Körperunterseite, dunkelgrüner Rücken, blaue Flügel, rotbrauner Bürzel, langer, hellbrauner Schwanz mit schwarzen Bändern. Weibchen: Unauffälliger, gesprenkelt braun-graues Gefieder mit feiner schwarzer Bänderung, hellere Kehle und Bauch, kürzerer Schwanz.
- Schnabelform
- Kurz, kräftig und leicht gebogen, hornfarben bis gelblich-grau.
- Augenfarbe
- Gelb
- Beinfarbe
- Gelb
- Erkennungsmerkmale
- Das Männchen ist durch sein einzigartiges, leuchtendes Federkleid unverwechselbar, insbesondere durch den goldgelben Scheitel, den orangefarbenen Kragen und die rote Unterseite. Der lange, gebänderte Schwanz ist ebenfalls charakteristisch. Das Weibchen ist unauffälliger, aber die feine Bänderung und die gelben Beine sind gute Merkmale.
- Jugendkleid
- Jungvögel ähneln den Weibchen, sind aber insgesamt matter gefärbt und haben eine weniger ausgeprägte Bänderung. Männliche Jungvögel entwickeln ab dem ersten Herbst allmählich ihr prächtiges Adultgefieder.
- Saisonale Veränderungen
- Keine signifikanten saisonalen Gefiederwechsel bei adulten Vögeln. Das Prachtkleid der Männchen ist ganzjährig vorhanden.
- Geschlechtsdimorphismus
- Sehr ausgeprägt. Männchen sind wesentlich größer, farbenprächtiger und besitzen einen deutlich längeren Schwanz als die Weibchen.
Bestimmung
- 1
Männliches Gefieder
Achten Sie auf die einzigartige Kombination aus goldgelbem Scheitel, orangefarbenem, schwarz gebändertem Kragen, leuchtend roter Unterseite, dunkelgrünem Rücken und blauen Flügeln. Der lange, hellbraune Schwanz mit schwarzen Bändern ist ebenfalls ein Schlüsselmerkmal.
- 2
Weibliches Gefieder
Suchen Sie nach einem unauffälligen, gesprenkelt braun-grauen Gefieder mit feiner schwarzer Bänderung. Die gelben Beine sind ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Fasanenweibchen.
- 3
Verhalten
Goldfasane sind scheu und halten sich meist im dichten Unterholz auf. Sie fliegen selten und bevorzugen es, bei Gefahr zu Fuß zu fliehen. Beobachten Sie sie bei der Nahrungssuche am Boden.
- 4
Lebensraum
Suchen Sie in dichten Wäldern mit viel Unterholz, Bambusdickichten oder verwilderten Parkanlagen, insbesondere in Gebieten, in denen sie als Ziergeflügel gehalten wurden und entkommen sind.
Lebensraum und Verbreitung
- Biome
- Gemäßigte Wälder, Bergwälder, dichte Unterholzvegetation, Bambusdickichte, Waldränder.
- Verbreitungsgebiet
- Ursprünglich Zentralchina (Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan, Guizhou, Hunan). Eingebürgerte Populationen existieren in Großbritannien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Deutschland und anderen Teilen Europas, oft in Parks und größeren Waldgebieten.
- Höhenverbreitung
- In China typischerweise in Höhenlagen von 500 bis 2500 Metern.
- Bevorzugte Lebensräume
- Dichte, buschige Wälder mit viel Unterholz, Bambusdickichte, oft in der Nähe von Wasserläufen. Sie bevorzugen Orte, die sowohl Deckung als auch offene Flächen zur Nahrungssuche bieten.
Verhalten
- Aktivitätszeit
- Tagaktiv (diurnal), besonders aktiv am Morgen und späten Nachmittag.
- Fressgewohnheiten
- Sucht am Boden nach Nahrung, scharrt mit den Füßen. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, Getreide, Beeren, Blättern, Knospen und Insekten sowie deren Larven. Gelegentlich werden auch kleine Wirbellose gefressen.
- Sozialverhalten
- Außerhalb der Brutzeit leben Goldfasane oft einzeln oder in kleinen Gruppen. Während der Brutzeit sind Männchen territorial und polygyn, versuchen also, mehrere Weibchen anzulocken und zu paaren.
- Flugmuster
- Fliegt eher selten und ungern, meist nur über kurze Distanzen, um Deckung zu suchen oder auf Bäume zu gelangen. Der Flug ist schnell und geradlinig mit kräftigen Flügelschlägen, gefolgt von Gleitphasen. Sie sind keine ausdauernden Flieger.
- Zugverhalten
- Standvogel. Goldfasane sind nicht migratorisch und bleiben das ganze Jahr über in ihrem Brutgebiet.
- Territorialverhalten
- Männchen sind während der Brutzeit territorial und verteidigen ihr Revier gegenüber Rivalen durch Drohgebärden und gelegentliche Kämpfe. Sie zeigen Balzrituale, um Weibchen anzulocken.
Gesang und Rufe
- Gesang
- Das Männchen hat keinen eigentlichen Gesang. Während der Balzzeit stößt es eine Reihe von kurzen, scharfen Rufen aus, die als 'tschick-tschick' oder 'krr-krr' beschrieben werden können, oft begleitet von Flügelrasseln.
- Ruf
- Ein scharfes, metallisches 'tschick' oder 'tschirp', das als Alarmruf dient. Weibchen geben leisere, gackernde Laute von sich, besonders wenn sie mit Küken unterwegs sind.
- Wann er ruft
- Hauptsächlich während der Brutzeit im Frühling und Frühsommer, insbesondere am Morgen und Abend.
Brutverhalten
- Brutzeit
- April bis Juni
- Nistgewohnheiten
- Das Nest ist eine flache Mulde am Boden, gut versteckt in dichter Vegetation, unter Büschen oder in hohem Gras. Es wird vom Weibchen mit Blättern, Grashalmen und Federn ausgekleidet.
- Gelegegröße
- 6-12 Eier
- Eibeschreibung
- 6-12 Eier pro Gelege, oval, glatt, cremefarben bis hellbraun, ohne Flecken.
- Brutdauer
- 22-23 Tage
- Nestlingsdauer
- Die Küken sind Nestflüchter und verlassen das Nest kurz nach dem Schlüpfen. Sie sind nach etwa 10-14 Tagen flugfähig und nach 4-5 Monaten selbstständig.
- Elterliche Fürsorge
- Nur das Weibchen brütet und führt die Küken. Das Männchen beteiligt sich nicht an der Brutpflege.
Wo zu finden
Dichte Wälder
Besonders in Gebieten mit dichtem Unterholz, Bambusdickichten und undurchdringlicher Vegetation, die ihnen Deckung bieten.
Verwilderte Parkanlagen und große Gärten
In Europa sind sie oft in größeren Parks, botanischen Gärten oder verwilderten Anwesen zu finden, wo sie aus Gefangenschaft entkommen sind und sich etabliert haben.
Waldränder und Lichtungen
Sie nutzen diese Bereiche zur Nahrungssuche, bleiben aber immer in der Nähe von dichter Deckung.
Feldtipps
- Früher Morgen oder später Nachmittag. Dies sind die aktivsten Zeiten für Goldfasane, wenn sie am ehesten zur Nahrungssuche aus der Deckung kommen.
- Geduld und Tarnung. Goldfasane sind scheu. Bleiben Sie ruhig und versteckt, um sie nicht zu verschrecken. Ein Fernglas ist unerlässlich.
- Achten Sie auf Spuren. Suchen Sie nach Kratzspuren im Laub oder Kot am Boden, die auf ihre Anwesenheit hinweisen könnten.
- Lauschen Sie auf Rufe. Während der Brutzeit können die scharfen Rufe der Männchen helfen, ihren Standort zu bestimmen.
Ähnliche Arten
Diamantfasan
Chrysolophus amherstiae
Der Diamantfasan (Chrysolophus amherstiae) ist dem Goldfasan sehr ähnlich, unterscheidet sich aber durch den silberweißen Scheitel und Nacken, den schwarz-weiß gebänderten Kragen und die längeren, schwarz-weiß gebänderten Schwanzfedern. Die Unterseite des Diamantfasans ist weiß, während die des Goldfasans rot ist.
Jagdfasan
Phasianus colchicus
Der Jagdfasan (Phasianus colchicus) ist größer und weniger farbenprächtig. Männliche Jagdfasane haben einen grünen Kopf, einen roten Gesichtsfleck und einen weißen Halsring (nicht immer vorhanden), aber nicht den goldgelben Scheitel und den orangefarbenen Kragen des Goldfasans. Weibliche Jagdfasane sind ebenfalls braun gefärbt, aber in der Regel größer und haben eine gröbere Musterung als Goldfasanenweibchen.
Kurzinfos
- Ursprung:
- Zentralchina
- Status in Europa:
- Eingebürgerte Art (Neozoon)
- Flugfähigkeit:
- Kurze Distanzen, bevorzugt Laufen
- Balzverhalten:
- Männchen zeigen auffällige Balzrituale mit gespreiztem Kragen und Schwanz
- Nahrungssuche:
- Scharrt am Boden
Wissenswertes
- Der Goldfasan ist aufgrund seines prächtigen Gefieders eine der bekanntesten und am häufigsten in Volieren gehaltenen Fasanenarten weltweit.
- In der chinesischen Kultur symbolisiert der Goldfasan oft Glück und Wohlstand.
- Obwohl sie so farbenprächtig sind, können Goldfasane in ihrem natürlichen Lebensraum erstaunlich gut getarnt sein, besonders wenn sie sich im dichten Unterholz bewegen.
- Die langen Schwanzfedern des Männchens können bis zu zwei Drittel seiner Gesamtlänge ausmachen.
Systematik
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Aves
- Ordnung
- Galliformes
- Familie
- Phasianidae
- Gattung
- Chrysolophus
- Art
- Chrysolophus pictus
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