Birdby LogoBirdby

Rostbauchmeise

Nicht gefährdet (Least Concern)

Periparus rubidiventris

Vogel gesehen? Bestimme ihn sofort mit der Birdby-App

App öffnen

Über den Vogel

Die Rostbauchmeise (Periparus rubidiventris) ist eine kleine, lebhafte Meisenart, die in den Hochgebirgsregionen des Himalayas und angrenzender Gebiete Asiens beheimatet ist. Sie zeichnet sich durch ihre charakteristische rostbraune Unterseite und eine schwarze Kopfkappe aus. Sie ist ein typischer Bewohner von Nadel- und Mischwäldern in höheren Lagen und ernährt sich hauptsächlich von Insekten und Samen. Ihre Anpassung an kalte Klimazonen und ihre akrobatische Futtersuche machen sie zu einem faszinierenden Beobachtungsobjekt.

Größe und Lebensdauer

Länge
12-13 cm
Flügelspannweite
19-21 cm
Gewicht
10-14 g
Lebensdauer
3-5 Jahre in freier Wildbahn
Nahrung
Insektivor und Granivor (Insekten, Spinnen, Larven, Samen, Knospen)

Körperliche Merkmale

Gefieder
Erwachsene Vögel haben eine glänzend schwarze Kopfkappe, die sich bis zum Nacken erstreckt. Die Wangen sind weißlich, oft mit einem leichten Graustich. Der Rücken und die Flügel sind schiefergrau bis dunkelgrau, mit zwei deutlichen weißen Flügelbinden, die durch helle Spitzen der mittleren und großen Armschwingen gebildet werden. Die Unterseite ist charakteristisch rostbraun, besonders intensiv am Bauch und an den Flanken, während die Brust oft etwas heller ist. Der Schwanz ist dunkelgrau mit weißen Außenfedern. Die Kehle und ein schmaler Bruststreifen sind schwarz.
Schnabelform
Kurz, konisch und spitz, schwarz gefärbt, angepasst an das Aufpicken von Insekten und das Knacken kleiner Samen.
Augenfarbe
Dunkelbraun
Beinfarbe
Dunkelgrau bis schwarz
Erkennungsmerkmale
Die Kombination aus schwarzer Kopfkappe, weißen Wangen, schiefergrauem Rücken und der namensgebenden rostbraunen Unterseite ist einzigartig. Die zwei weißen Flügelbinden sind ebenfalls ein gutes Erkennungsmerkmal.
Jugendkleid
Jungvögel ähneln den Erwachsenen, haben aber ein matteres Gefieder. Die schwarze Kopfkappe ist weniger glänzend, die rostbraune Färbung der Unterseite ist blasser und weniger ausgeprägt, und die weißen Flügelbinden können weniger deutlich sein. Die Wangen sind oft schmutziger weiß oder gräulich.
Saisonale Veränderungen
Es gibt keine signifikanten saisonalen Gefiederwechsel. Das Gefieder kann durch Abnutzung im Laufe des Jahres etwas matter werden.
Geschlechtsdimorphismus
Geringfügig; Männchen und Weibchen sind sich im Gefieder sehr ähnlich. Männchen können tendenziell eine etwas intensivere Rostfärbung am Bauch und eine schärfer abgegrenzte schwarze Kehle aufweisen, aber dies ist oft schwer im Feld zu erkennen.

Bestimmung

  1. 1

    Kopfkappe und Wangen

    Achten Sie auf die glänzend schwarze Kopfkappe, die sich bis zum Nacken erstreckt, und die kontrastierenden weißen Wangen. Dies ist ein primäres Erkennungsmerkmal.

  2. 2

    Unterseite

    Das auffälligste Merkmal ist die intensive rostbraune Färbung des Bauches und der Flanken. Dies unterscheidet sie deutlich von den meisten anderen Meisenarten in ihrem Verbreitungsgebiet.

  3. 3

    Rücken und Flügel

    Der schiefergraue Rücken und die zwei deutlichen weißen Flügelbinden sind ebenfalls gute Anhaltspunkte. Die Flügelbinden sind oft besser sichtbar, wenn der Vogel sitzt.

  4. 4

    Verhalten und Lebensraum

    Suchen Sie in Nadel- und Mischwäldern in höheren Gebirgslagen. Ihr akrobatisches Verhalten bei der Futtersuche in Bäumen ist typisch für Meisen.

  5. 5

    Gesang und Rufe

    Lernen Sie die klaren, pfeifenden Gesänge und die scharfen 'tschick'-Rufe kennen. Die Stimme ist oft der erste Hinweis auf ihre Anwesenheit.

Lebensraum und Verbreitung

Biome
Gebirgswälder, Nadelwälder, Mischwälder
Verbreitungsgebiet
Himalaya-Region (von Kaschmir ostwärts durch Nepal, Bhutan bis nach Südchina), Teile von Myanmar und Vietnam.
Höhenverbreitung
Typischerweise zwischen 2.000 und 4.000 Metern über dem Meeresspiegel, kann aber saisonal auch in tieferen Lagen vorkommen.
Bevorzugte Lebensräume
Bevorzugt dichte Nadelwälder (Fichten, Tannen, Kiefern) und Mischwälder mit einem hohen Anteil an Nadelbäumen. Auch in Rhododendron-Wäldern und an Waldrändern zu finden.

Verhalten

Aktivitätszeit
Tagaktiv (diurnal).
Fressgewohnheiten
Suchtfutter akrobatisch in Bäumen und Sträuchern, oft kopfüber hängend an Zweigen. Ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Spinnen und deren Larven, die von Blättern, Rinde und Nadeln gepickt werden. Im Winter werden auch Samen von Nadelbäumen, Knospen und Beeren gefressen. Legt Nahrungsvorräte an, indem sie Samen und Insekten in Rindenspalten oder unter Flechten versteckt.
Sozialverhalten
Außerhalb der Brutzeit oft in kleinen Gruppen oder gemischten Schwärmen mit anderen Meisenarten und Kleinvögeln unterwegs. Während der Brutzeit paarweise und territorial.
Flugmuster
Schneller, wellenförmiger Flug mit kurzen Flügelschlägen, typisch für Meisen. Bewegt sich geschickt zwischen den Ästen.
Zugverhalten
Standvogel in den meisten Teilen seines Verbreitungsgebiets. In den kälteren Monaten können Populationen in höheren Lagen vertikale Wanderungen in tiefere Täler unternehmen, um Nahrung zu finden.
Territorialverhalten
Während der Brutzeit verteidigen Paare ein Brutrevier. Außerhalb der Brutzeit weniger territorial, insbesondere in gemischten Schwärmen.

Gesang und Rufe

Gesang
Der Gesang ist eine Reihe von klaren, pfeifenden Tönen, oft wiederholt und variiert. Kann als 'pi-tu-pi-tu-pi-tu' oder 'tsi-tsi-tsi-tsu-tsu' beschrieben werden, manchmal mit einer leicht melancholischen Qualität. Variiert regional.
Ruf
Verschiedene Rufe, darunter ein scharfes 'tschick' oder 'zit', oft in schneller Folge. Auch ein weicheres 'si-si-si' oder ein raues 'tschurr' bei Erregung. Alarmrufe sind schärfer und lauter.
Wann er ruft
Am aktivsten während der Brutzeit am Morgen und späten Nachmittag. Rufe sind das ganze Jahr über zu hören, besonders bei der Futtersuche in Gruppen.

Brutverhalten

Brutzeit
April bis Juli, mit dem Höhepunkt im Mai und Juni.
Nistgewohnheiten
Nistet in Baumhöhlen, Rindenspalten oder alten Spechthöhlen. Das Nest wird aus Moos, Flechten, Tierhaaren und Federn gebaut, oft tief in einer Höhle versteckt.
Gelegegröße
4-9 Eier, meist 5-7.
Eibeschreibung
4-9 Eier, weiß mit feinen rötlich-braunen Sprenkeln, besonders am stumpfen Ende konzentriert. Größe ca. 16 x 12 mm.
Brutdauer
12-14 Tage, hauptsächlich vom Weibchen bebrütet.
Nestlingsdauer
18-20 Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Jungvögel das Nest. Sie werden noch einige Zeit von beiden Elternteilen gefüttert.
Elterliche Fürsorge
Beide Elternteile beteiligen sich am Nestbau, der Brutpflege und der Fütterung der Jungvögel.

Wo zu finden

Himalaya-Region

In den Nadel- und Mischwäldern des Himalayas, von Kaschmir über Nepal und Bhutan bis nach Südchina. Besonders in Höhenlagen zwischen 2000 und 4000 Metern.

Nationalparks und Schutzgebiete

In vielen Nationalparks und Schutzgebieten der Himalaya-Region, die geeignete Waldhabitate bieten, wie z.B. der Sagarmatha-Nationalpark in Nepal oder der Jigme Dorji Nationalpark in Bhutan.

Bergwälder

Suchen Sie in dichten Fichten-, Tannen- und Kiefernwäldern, oft an steilen Hängen oder in Schluchten.

Feldtipps

  1. Früher Morgen und später Nachmittag. Dies sind die aktivsten Zeiten für die Futtersuche und Gesangsaktivität.
  2. Achten Sie auf gemischte Schwärme. Außerhalb der Brutzeit sind Rostbauchmeisen oft Teil von gemischten Schwärmen mit anderen Meisenarten und Kleinvögeln. Das Auffinden eines solchen Schwarmes erhöht die Chancen, die Rostbauchmeise zu entdecken.
  3. Hören Sie auf Rufe und Gesang. Ihre charakteristischen Rufe und Gesänge sind oft der erste Hinweis auf ihre Anwesenheit, bevor man sie visuell erfasst.
  4. Geduld und Fernglas. Meisen sind kleine, agile Vögel, die sich schnell bewegen. Ein gutes Fernglas und Geduld sind unerlässlich, um sie gut beobachten zu können.
  5. Suchen Sie in Baumkronen. Sie verbringen viel Zeit in den oberen und mittleren Baumschichten, wo sie nach Insekten suchen.

Ähnliche Arten

Himalaya-Meise

Periparus rufonuchalis

Die Himalaya-Meise hat ebenfalls eine schwarze Kopfkappe und einen schwarzen Bruststreifen, aber ihre Unterseite ist eher grau-weißlich mit rostbraunen Flanken, nicht durchgehend rostbraun wie bei der Rostbauchmeise. Zudem fehlt ihr die deutliche weiße Flügelbinde der Rostbauchmeise.

Schwarzschopfmeise

Periparus melanolophus

Die Schwarzschopfmeise hat einen deutlichen schwarzen Schopf auf dem Kopf, der der Rostbauchmeise fehlt. Ihre Unterseite ist ebenfalls eher weißlich mit grauen Flanken, nicht rostbraun.

Kurzinfos

Lebensraum:
Hochgebirgswälder des Himalayas
Ernährung:
Insekten, Spinnen, Samen
Besonderes Merkmal:
Rostbraune Unterseite, schwarze Kopfkappe, weiße Flügelbinden
Sozialverhalten:
Paarweise oder in gemischten Schwärmen
Wanderverhalten:
Standvogel mit vertikalen Wanderungen

Wissenswertes

  • Die Rostbauchmeise ist hervorragend an das Leben in kalten Gebirgsumgebungen angepasst und kann auch bei niedrigen Temperaturen aktiv sein.
  • Wie viele Meisenarten ist sie ein geschickter Akrobat und kann kopfüber an Ästen hängen, um an Nahrung zu gelangen.
  • Sie legt Nahrungsvorräte an, um Engpässe im Winter zu überbrücken, ein Verhalten, das bei vielen Meisenarten verbreitet ist.

Systematik

Reich
Animalia (Tiere)
Stamm
Chordata (Chordatiere)
Klasse
Aves (Vögel)
Ordnung
Passeriformes (Sperlingsvögel)
Familie
Paridae (Meisen)
Gattung
Periparus
Art
Periparus rubidiventris (Blyth, 1847)

Den Rostbauchmeise entdecken

Vögel überall bestimmen

Kostenlos auf iOS, Android und Web. Foto- und Tonbestimmung, vollständige Artendatenbank und deine persönliche Liste.

In der App öffnen