Vogel gesehen? Bestimme ihn sofort mit der Birdby-App
App öffnenÜber den Vogel
Der Gelbbürzelbülbül ist ein weit verbreiteter und häufiger Singvogel in Südostasien. Er ist bekannt für seinen charakteristischen gelben Bürzel und seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume, einschließlich menschlicher Siedlungen. Er ist ein geselliger Vogel, der oft in kleinen Gruppen anzutreffen ist und sich von Früchten, Insekten und Nektar ernährt.
Größe und Lebensdauer
- Länge
- 16-20 cm
- Flügelspannweite
- 25-30 cm
- Gewicht
- 27-42 g
- Lebensdauer
- 5-10 Jahre in freier Wildbahn
- Nahrung
- Allesfresser (Früchte, Beeren, Insekten, Nektar, kleine Wirbellose)
Körperliche Merkmale
- Gefieder
- Der Gelbbürzelbülbül hat eine überwiegend braune Oberseite, die von einem helleren Braun auf dem Rücken bis zu einem dunkleren Braun auf den Flügeln und dem Schwanz reicht. Die Unterseite ist weißlich, oft mit einer leichten bräunlichen Tönung an den Flanken. Der Kopf ist dunkelbraun mit einem auffälligen weißen Überaugenstreif und einem weißen Wangenfleck. Das charakteristischste Merkmal ist der leuchtend gelbe Bürzel, der oft nur im Flug oder bei bestimmten Körperhaltungen sichtbar ist.
- Schnabelform
- Kurzer, schlanker, leicht gebogener Schnabel, dunkelgrau bis schwarz.
- Augenfarbe
- Dunkelbraun.
- Beinfarbe
- Dunkelgrau bis schwarz.
- Erkennungsmerkmale
- Der leuchtend gelbe Bürzel, der weiße Überaugenstreif und der weiße Wangenfleck sind die wichtigsten Erkennungsmerkmale. Die braune Oberseite und die weißliche Unterseite sind ebenfalls charakteristisch.
- Jugendkleid
- Jungvögel ähneln den Erwachsenen, haben aber oft ein matteres Gefieder, insbesondere der gelbe Bürzel kann weniger intensiv gefärbt sein. Die Kopfzeichnung kann ebenfalls weniger kontrastreich sein.
- Saisonale Veränderungen
- Es gibt keine signifikanten saisonalen Gefiederveränderungen.
- Geschlechtsdimorphismus
- Männchen und Weibchen sind äußerlich identisch (kein ausgeprägter Sexualdimorphismus).
Bestimmung
- 1
Gelber Bürzel
Das auffälligste Merkmal ist der leuchtend gelbe Bürzel, der besonders im Flug oder wenn der Vogel seinen Schwanz anhebt, gut sichtbar ist.
- 2
Kopfzeichnung
Achten Sie auf den dunklen Kopf mit dem weißen Überaugenstreif und dem weißen Wangenfleck, der einen guten Kontrast zum dunkleren Kopfgefieder bildet.
- 3
Gesang und Rufe
Der lebhafte, melodische Gesang und die charakteristischen 'tschick'-Rufe sind oft die ersten Hinweise auf seine Anwesenheit.
- 4
Verhalten
Beobachten Sie, wie er sich in Bäumen und Sträuchern bewegt, oft in kleinen Gruppen, und wie er nach Früchten und Insekten sucht.
Lebensraum und Verbreitung
- Biome
- Tropische und subtropische Wälder, Buschland, Gärten, Parks, Plantagen, Mangroven, städtische Gebiete.
- Verbreitungsgebiet
- Südostasien, einschließlich der Malaiischen Halbinsel, Sumatra, Borneo, Java, Philippinen und umliegende Inseln.
- Höhenverbreitung
- Von Meereshöhe bis etwa 1.500 Meter, gelegentlich höher.
- Bevorzugte Lebensräume
- Offene Wälder, Waldränder, Gärten, Parks, Plantagen, landwirtschaftliche Flächen mit Bäumen und Sträuchern. Er ist ein Kulturfolger und oft in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden.
Verhalten
- Aktivitätszeit
- Tagaktiv (diurnal).
- Fressgewohnheiten
- Der Gelbbürzelbülbül ist ein opportunistischer Allesfresser. Er ernährt sich hauptsächlich von Früchten und Beeren, darunter Feigen, Papayas und verschiedene Wildfrüchte. Er frisst auch Insekten und andere kleine Wirbellose, die er von Blättern oder aus der Luft fängt. Nektar von Blüten wird ebenfalls gerne aufgenommen. Er sucht Nahrung in Bäumen und Sträuchern, aber auch am Boden.
- Sozialverhalten
- Gesellig, oft in Paaren oder kleinen Gruppen anzutreffen. Außerhalb der Brutzeit können sich größere Schwärme bilden, insbesondere an reichhaltigen Nahrungsquellen. Sie sind oft mit anderen Vogelarten vergesellschaftet.
- Flugmuster
- Der Flug ist wellenförmig und schnell, oft mit kurzen Gleitphasen. Er ist wendig und kann gut zwischen Ästen manövrieren.
- Zugverhalten
- Standvogel; es gibt keine bekannten saisonalen Wanderungen.
- Territorialverhalten
- Während der Brutzeit verteidigen Paare ein Brutrevier. Außerhalb der Brutzeit sind sie weniger territorial.
Gesang und Rufe
- Gesang
- Der Gesang ist eine lebhafte, melodische und oft wiederholte Reihe von Pfeif- und Trillerlauten, die als 'chip-chop-chip-chop' oder 'chick-chick-chick-chick' beschrieben werden können. Er ist recht variabel und kann je nach Region leicht abweichen. Der Gesang ist oft laut und auffällig.
- Ruf
- Verschiedene Rufe, darunter ein scharfes 'tschick' oder 'tschirp', ein weiches 'tschup' und ein alarmierendes 'tschirr'. Sie kommunizieren häufig mit kurzen, klaren Rufen.
- Wann er ruft
- Sie rufen und singen das ganze Jahr über, besonders aber während der Brutzeit in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag.
Brutverhalten
- Brutzeit
- Variiert je nach geografischer Lage, aber typischerweise während der Regenzeit oder in den Monaten mit reichlich Nahrung, oft von Februar bis August.
- Nistgewohnheiten
- Das Nest ist eine offene, schalenförmige Konstruktion aus Gräsern, Wurzeln, Blättern und Spinnweben, die oft mit feineren Materialien ausgekleidet ist. Es wird typischerweise in einem Busch oder einem kleinen Baum in geringer Höhe (1-3 Meter) gebaut, gut versteckt im Laubwerk.
- Gelegegröße
- 2-3 Eier.
- Eibeschreibung
- 2-3 Eier pro Gelege. Die Eier sind oval, glatt und glänzend, weißlich bis rosa-weißlich mit braunen, rötlichen oder violetten Flecken und Sprenkeln, die sich oft am stumpfen Ende verdichten.
- Brutdauer
- 12-14 Tage, hauptsächlich vom Weibchen bebrütet.
- Nestlingsdauer
- 12-14 Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Jungvögel das Nest. Sie werden danach noch einige Zeit von den Eltern gefüttert.
- Elterliche Fürsorge
- Beide Elternteile beteiligen sich am Nestbau, an der Bebrütung (obwohl das Weibchen den Großteil übernimmt) und an der Aufzucht der Jungvögel.
Wo zu finden
Gärten und Parks
In städtischen und vorstädtischen Gebieten sind sie häufig in Gärten, Parks und Grünanlagen zu finden, wo sie von Obstbäumen und blühenden Sträuchern angezogen werden.
Plantagen und landwirtschaftliche Flächen
In ländlichen Gebieten sind sie oft in Obstplantagen, Kaffeeplantagen und anderen landwirtschaftlichen Flächen mit Bäumen und Sträuchern anzutreffen.
Waldränder und offene Wälder
Sie bevorzugen offene Waldgebiete, Waldränder und Lichtungen, wo sie Zugang zu einer Vielzahl von Nahrungsquellen haben.
Feldtipps
- Achten Sie auf Bewegung in Bäumen und Sträuchern. Gelbbürzelbülbüls sind oft sehr aktiv und bewegen sich schnell durch das Laubwerk, während sie nach Nahrung suchen.
- Hören Sie auf ihren Gesang. Ihr lauter und melodischer Gesang ist oft der beste Weg, sie zu lokalisieren, bevor man sie sieht.
- Besuchen Sie Obstbäume und blühende Sträucher. Sie werden von reifen Früchten und Nektar angezogen, daher sind diese Orte gute Anlaufstellen.
- Beobachten Sie in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag. Zu diesen Zeiten sind sie am aktivsten bei der Nahrungssuche und beim Singen.
Ähnliche Arten
Rotsteißbülbül
Pycnonotus cafer
Der Rotsteißbülbül hat einen roten Bürzel und eine schwarze Haube, während der Gelbbürzelbülbül einen gelben Bürzel und keine Haube hat. Die Kopfzeichnung ist ebenfalls unterschiedlich.
Schwarzhaubenbülbül
Pycnonotus melanicterus
Der Schwarzhaubenbülbül hat eine auffällige schwarze Haube und eine gelbe Unterseite, die sich deutlich vom Gelbbürzelbülbül unterscheidet, der eine braune Oberseite und eine weißliche Unterseite hat.
Strichelkehlspecht
Pycnonotus finlaysoni
Der Strichelkehlspecht hat eine gestreifte Kehle und Brust sowie einen gelblichen Bauch, was ihn vom Gelbbürzelbülbül unterscheidet, der eine weiße Kehle und Brust hat.
Kurzinfos
- Hauptmerkmal:
- Leuchtend gelber Bürzel
- Lebensraum:
- Gärten, Parks, Wälder, Plantagen
- Ernährung:
- Früchte, Insekten, Nektar
- Sozialverhalten:
- Gesellig, oft in Gruppen
- Verbreitung:
- Südostasien
Wissenswertes
- Der Gelbbürzelbülbül ist einer der häufigsten und am weitesten verbreiteten Bülbüls in Südostasien und ein vertrauter Anblick in vielen städtischen Gebieten.
- Er spielt eine wichtige Rolle bei der Samenverbreitung vieler Pflanzenarten, da er sich von Früchten ernährt und die Samen ausscheidet.
- Trotz seines Namens ist der gelbe Bürzel nicht immer leicht zu sehen, da er oft von den Flügeln verdeckt wird, es sei denn, der Vogel fliegt oder streckt sich.
Systematik
- Reich
- Animalia
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Aves
- Ordnung
- Passeriformes
- Familie
- Pycnonotidae
- Gattung
- Pycnonotus
- Art
- Pycnonotus goiavier
Den Gelbbürzelbülbül entdecken
Vögel überall bestimmen
Kostenlos auf iOS, Android und Web. Foto- und Tonbestimmung, vollständige Artendatenbank und deine persönliche Liste.