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Grauer Fächerschwanz (Rhipidura fuliginosa)

Grauer Fächerschwanz

Nicht gefährdet (Least Concern)

Rhipidura fuliginosa

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Über den Vogel

Der Graue Fächerschwanz (Rhipidura fuliginosa) ist ein kleiner, agiler und insektenfressender Singvogel, bekannt für sein charakteristisches Tanzen und Fächern des Schwanzes. Er ist in Australien, Neuseeland, Neukaledonien, den Salomonen und Vanuatu verbreitet. Es gibt mehrere Unterarten mit leichten Variationen in der Gefiederfärbung.

Größe und Lebensdauer

Länge
14-17 cm
Flügelspannweite
18-23 cm
Gewicht
6-10 g
Lebensdauer
3-5 Jahre in freier Wildbahn, maximal bis zu 10 Jahre festgestellt
Nahrung
Insekten und andere kleine Wirbellose

Körperliche Merkmale

Gefieder
Das Gefieder ist überwiegend grau bis graubraun am Rücken, den Flügeln und dem Kopf. Die Unterseite ist heller, oft cremig-weißlich. Er besitzt eine weiße Kehle, die durch ein schmaleres schwarzes Brustband oder dunkleres Gefieder darunter begrenzt wird. Ein deutlicher weißer Überaugenstreif ist vorhanden. Der Schwanz ist lang und fächerförmig, mit weiß gefärbten äußeren Schwanzfedern, die besonders beim gespreizten Schwanz sichtbar werden.
Schnabelform
Klein, zart und spitz, angepasst an die Insektenjagd im Flug.
Augenfarbe
Dunkelbraun
Beinfarbe
Dunkelgrau bis schwarz
Erkennungsmerkmale
Der namensgebende, ständig fächerförmig bewegte Schwanz mit den weißen Außenfedern, der weiße Überaugenstreif und die weiße Kehle sind die auffälligsten Merkmale. Das schmale schwarze Brustband ist ebenfalls charakteristisch, obwohl es bei manchen Unterarten weniger ausgeprägt sein kann.
Jugendkleid
Jungvögel ähneln den Erwachsenen, haben aber oft ein matteres Gefieder, weniger ausgeprägte weiße Markierungen und können an einigen Stellen einen bräunlichen Anflug zeigen. Das Brustband kann undeutlicher sein.
Saisonale Veränderungen
Es gibt keine signifikanten saisonalen Gefiederveränderungen.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich und sind äußerlich kaum zu unterscheiden.

Bestimmung

  1. 1

    Schwanzfächern

    Achten Sie auf den ständig fächerförmig gespreizten und seitlich schwingenden Schwanz mit den weißen äußeren Federn – ein unverkennbares Merkmal.

  2. 2

    Bewegung

    Die Vögel sind extrem agil und in der Luft sehr wendig. Sie jagen Insekten mit schnellen Manövern. Sie verharren selten lange an einem Ort.

  3. 3

    Gesichtszeichnung

    Der markante weiße Überaugenstreif und die weiße Kehle sind gute Identifikationsmerkmale.

  4. 4

    Rufe/Gesang

    Die hohen, melodischen Pfeiftöne sind charakteristisch und verraten oft die Anwesenheit des Vogels, noch bevor er zu sehen ist.

Lebensraum und Verbreitung

Biome
Wälder, Buschland, offenes Waldland, Parks, Gärten
Verbreitungsgebiet
Australien (einschließlich Tasmanien), Neuseeland, Neukaledonien, die Salomonen und Vanuatu.
Höhenverbreitung
Von Meereshöhe bis in Bergregionen, häufig unter 1000m, aber auch höher in geeigneten Habitaten.
Bevorzugte Lebensräume
Dichtes Gebüsch, Unterholz, Waldränder, offene Wälder, Eukalyptuswälder, Mangroven, städtische Parks und Gärten. Sie bevorzugen Umgebungen mit reichlich fliegenden Insekten und Strukturen zum Ansitzen und Jagen.

Verhalten

Aktivitätszeit
Tagaktiv
Fressgewohnheiten
Insektenfresser. Sie fangen ihre Beute hauptsächlich im Flug. Dabei vollführen sie akrobatische Manöver, gleiten und drehen sich in der Luft. Sie verharren selten still und sind ständig in Bewegung, um Insekten von Blättern zu stoßen oder fliegende Beute zu jagen. Der Schwanz wird dabei als Steuerruder und zur Ablenkung eingesetzt.
Sozialverhalten
Meist einzeln oder paarweise zu finden. Außerhalb der Brutzeit können sie sich gelegentlich zu kleinen Gruppen zusammenschließen oder an gemischten Vogelschwärmen beteiligen.
Flugmuster
Sehr wendig und agil, mit häufigen Richtungswechseln und plötzlichen Schwenks, besonders bei der Jagd nach Insekten. Kurze Gleitphasen und schnelles Flügelschlagen.
Zugverhalten
In den südlicheren Teilen ihres Verbreitungsgebietes (z.B. Süd-Australien, Tasmanien, Süd-Neuseeland) sind sie teilweise resident oder ziehen als Kurzstreckenzieher. Populationen in wärmeren Regionen sind überwiegend Standvögel. Es gibt lokale Wanderungen, insbesondere im Winter, in niedrigere Lagen oder in wasserreichere Gebiete.
Territorialverhalten
Revierbesitzer während der Brutzeit. Sie verteidigen ihr Territorium aggressiv gegen Eindringlinge, insbesondere gegen Artgenossen.

Gesang und Rufe

Gesang
Der Gesang ist eine Serie von hohen, melodischen und aufsteigenden Pfeiftönen, oft als 'tweet-tweet-tweet-tweet-twit-twit-twit' oder eine 'squee-squee-squee-squee' Phrase beschrieben. Er ist fließend und angenehm, mit einer klingenden Qualität.
Ruf
Verschiedene Rufe, darunter ein scharfes, aufgeregtes 'chip' oder 'tschip', besonders wenn sie beunruhigt sind. Ein weicheres Fiepen oder Zwitschern ist ebenfalls zu hören, oft in Verbindung mit dem Gesang.
Wann er ruft
Das ganze Jahr über hörbar, aber besonders häufig und prominent während der Brutzeit, um das Revier zu markieren und Partner anzulocken.

Brutverhalten

Brutzeit
Variiert je nach Region. In den meisten Gebieten hauptsächlich von September bis Februar (Frühling und Sommer auf der Südhalbkugel).
Nistgewohnheiten
Das Nest ist ein charakteristisches, kleines, tassenförmiges Gebilde, oft als 'Weinbecher'- oder 'Stiel'-Nest beschrieben. Es wird aus feinem Gras, Spinnweben und Rindenstreifen gebaut, mit Spinnweben außen zur Tarnung und Befestigung an einem dünnen Ast. Oft wird am unteren Ende der Tasse ein 'Schwanz' aus Nistmaterial angebracht. Beide Elternteile bauen das Nest und kümmern sich um die Jungen.
Gelegegröße
Meist 2-4 Eier
Eibeschreibung
Zwei bis vier Eier pro Gelege. Sie sind cremefarben oder blassgelblich mit grauen und braunen Flecken, die sich oft zu einem Ring am breiteren Ende verdichten.
Brutdauer
12-15 Tage
Nestlingsdauer
12-14 Tage nach dem Schlüpfen
Elterliche Fürsorge
Beide Elternteile bebrüten die Eier und füttern die geschlüpften Küken. Sie sind sehr fürsorglich und verteidigen das Nest energisch.

Wo zu finden

Wälder und Buschland

Besonders in feuchteren Wäldern, Eukalyptuswäldern und entlang von Wasserläufen.

Parks und Gärten

In vorstädtischen und städtischen Gebieten, wo es ausreichend Vegetation und Insekten gibt.

Waldränder

Oft am Übergang zwischen dichterem Wald und offeneren Flächen, wo sie gut jagen können.

Feldtipps

  1. Bewegung beobachten. Suchen Sie nach kleinen, grauen Vögeln, die unermüdlich umherfliegen, Insekten jagen und ihren Schwanz fächern. Ihre Aktivität ist oft das erste, was auffällt.
  2. Auf Rufe hören. Lernen Sie den melodischen Ruf des Grauen Fächerschwanzes. Oft hört man ihn, bevor man ihn sieht.
  3. Geduld und ruhige Beobachtung. Diese Vögel sind nicht besonders scheu, aber ihre ständige Bewegung kann das Beobachten erschweren. Bleiben Sie ruhig und warten Sie, bis sie in Ihre Nähe kommen.

Ähnliche Arten

Wanderfächerschwanz

Rhipidura ruffifrons

Der Wanderfächerschwanz hat eine rostbraune Stirn und Bürzel, einen dunkleren Rücken und ist insgesamt rötlicher. Sein Schwanz ist ebenfalls fächerförmig, aber oft mit weniger auffälligen weißen Spitzen.

Weißschwanz-Fächerschwanz

Rhipidura leucophrys

Dies ist der australische 'Willie Wagtail'. Er ist größer, komplett schwarz-weiß und hat einen geraden, aufrechten Körperhaltung. Seine Rufe sind lauter und oft aggressiver.

Kurzinfos

Verbreitung:
Australien, Neuseeland, Neukaledonien, Salomonen, Vanuatu
Ernährung:
Insektenfresser
Verhalten:
Akrobatischer Flieger, Schwanzfächern
Brutzeit:
September bis Februar (Südhalbkugel)
Nistplatz:
Kleines, tassenförmiges Nest aus Gräsern und Spinnweben

Wissenswertes

  • Der Graue Fächerschwanz ist bekannt für seine unermüdliche und akrobatische Jagd auf Fluginsekten, bei der er scheinbar unvorhersehbare Flugmanöver vollführt.
  • Sein charakteristisches Fächern des Schwanzes dient nicht nur der Steuerung im Flug, sondern auch dazu, Insekten aufzuscheuchen.
  • In einigen Kulturen wird der Graue Fächerschwanz als Überbringer von Nachrichten oder als Geist verstanden.
  • Fächerschwänze können sehr zutraulich werden und sich Menschen in Gärten bis auf wenige Meter nähern.

Systematik

Reich
Tiere (Animalia)
Stamm
Chordatiere (Chordata)
Klasse
Vögel (Aves)
Ordnung
Sperlingsvögel (Passeriformes)
Familie
Fächerschwänze (Rhipiduridae)
Gattung
Rhipidura
Art
Rhipidura fuliginosa

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