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Amerikazaunkönig

Least Concern

Spizelloides arborea

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Über den Vogel

Der Amerikazaunkönig (Spizelloides arborea), früher bekannt als Spizella arborea, ist ein kleiner Sperlingsvogel, der in Nordamerika beheimatet ist. Er ist bekannt für seine charakteristische rötlich-braune Kappe und den einzelnen dunklen Brustfleck. Während der Brutzeit bewohnt er die arktische Tundra und die borealen Wälder, verbringt aber den Winter in südlicheren Regionen der Vereinigten Staaten und Kanadas. Er ernährt sich hauptsächlich von Samen und Insekten und ist ein häufiger Gast an Futterhäuschen im Winter.

Größe und Lebensdauer

Länge
12.5-16 cm
Flügelspannweite
20-25 cm
Gewicht
13-20 g
Lebensdauer
2-7 Jahre (bis zu 10 Jahre in Ausnahmefällen)
Nahrung
Omnivore (hauptsächlich Samen im Winter, Insekten im Sommer)

Körperliche Merkmale

Gefieder
Das Gefieder ist oberseits rötlich-braun gestreift, mit einer auffälligen rötlich-braunen Kappe und einem grauen Gesicht. Die Unterseite ist hellgrau bis weißlich, mit einem charakteristischen einzelnen dunklen Fleck in der Mitte der Brust. Die Flügel zeigen zwei helle Flügelbinden. Der Bürzel ist ungestreift und graubraun.
Schnabelform
Kleiner, konischer Schnabel, zweifarbig: Oberkiefer dunkel, Unterkiefer gelb mit dunkler Spitze.
Augenfarbe
Dunkelbraun.
Beinfarbe
Dunkelbraun bis schwarz.
Erkennungsmerkmale
Der auffälligste Feldkennzeichen ist die rötlich-braune Kappe in Kombination mit dem einzelnen dunklen Brustfleck. Der zweifarbige Schnabel (dunkler Oberkiefer, gelber Unterkiefer) ist ebenfalls ein gutes Erkennungsmerkmal.
Jugendkleid
Jungvögel ähneln den Erwachsenen, haben aber eine gestreifte Brust und Flanken, und die rötlich-braune Kappe ist weniger ausgeprägt oder ebenfalls gestreift. Der Brustfleck ist oft noch nicht deutlich ausgebildet.
Saisonale Veränderungen
Das Gefieder bleibt das ganze Jahr über weitgehend gleich. Es gibt keine ausgeprägten saisonalen Unterschiede im Gefieder.
Geschlechtsdimorphismus
Kein ausgeprägter Sexualdimorphismus; Männchen und Weibchen sehen sich sehr ähnlich.

Bestimmung

  1. 1

    Rötlich-braune Kappe

    Achten Sie auf die ungestreifte, rostbraune Kappe auf dem Kopf, die ein Schlüsselmerkmal ist.

  2. 2

    Dunkler Brustfleck

    Suchen Sie nach einem einzelnen, deutlichen dunklen Fleck in der Mitte der ansonsten hellen Brust. Dies ist das zuverlässigste Erkennungsmerkmal.

  3. 3

    Zweifarbiger Schnabel

    Beachten Sie den kleinen, konischen Schnabel, der oben dunkel und unten gelb ist.

  4. 4

    Graues Gesicht

    Das Gesicht ist meist grau, ohne ausgeprägte Augenstreifen oder -ringe (im Gegensatz zu ähnlichen Arten).

  5. 5

    Verhalten

    Beobachten Sie, wie er am Boden nach Nahrung scharrt, oft mit beiden Füßen gleichzeitig, um Samen freizulegen. Im Winter oft in Schwärmen.

  6. 6

    Gesang und Rufe

    Lernen Sie den süßen, pfeifenden Gesang und den klaren 'tink'-Ruf kennen, die besonders im Winter hilfreich sein können.

Lebensraum und Verbreitung

Biome
Tundra, boreale Wälder, offene Wälder, Strauchland, Feuchtgebiete, landwirtschaftliche Flächen.
Verbreitungsgebiet
Brütet in der arktischen Tundra und den borealen Wäldern Alaskas, Kanadas und Grönlands. Überwintert in den südlichen Teilen Kanadas und den meisten der kontinentalen Vereinigten Staaten.
Höhenverbreitung
Von Meereshöhe bis etwa 1500 Meter, selten höher.
Bevorzugte Lebensräume
Während der Brutzeit bevorzugt er offene Tundra mit Zwergsträuchern, Weiden und Birken sowie die Ränder von borealen Wäldern. Im Winter ist er in offenen Wäldern, Strauchland, Feldern, Gärten und an Flussufern zu finden, oft in der Nähe von Wasser und dichter Vegetation.

Verhalten

Aktivitätszeit
Tagaktiv.
Fressgewohnheiten
Sucht Nahrung hauptsächlich am Boden, scharrt mit den Füßen im Schnee oder Laub, um Samen und Insekten freizulegen. Frisst auch von niedrigen Pflanzen und Sträuchern. Im Winter ernährt er sich hauptsächlich von Grassamen und Unkrautsamen. Im Sommer ergänzt er seine Ernährung mit Insekten und Spinnen.
Sozialverhalten
Während der Brutzeit leben sie paarweise. Im Winter bilden sie oft große, lockere Schwärme, manchmal gemischt mit anderen Sperlingsarten wie dem Dark-eyed Junco (Junco hyemalis).
Flugmuster
Der Flug ist wellenförmig und schnell, typisch für Sperlingsvögel. Fliegt oft in niedriger Höhe zwischen Sträuchern und Bäumen.
Zugverhalten
Ein obligatorischer Zugvogel. Brütet in den nördlichsten Regionen und zieht im Herbst in die südlicheren Teile Nordamerikas, um den Winter zu verbringen. Der Frühjahrszug beginnt im März/April, der Herbstzug im September/Oktober.
Territorialverhalten
Männchen verteidigen während der Brutzeit ein Brutrevier mit Gesang und Verfolgungsflügen.

Gesang und Rufe

Gesang
Der Gesang ist eine süße, melodische Abfolge von klaren, pfeifenden Tönen, die oft mit einem Triller enden. Er wird als 'tsee-tsee-tsee-tew-tew-tew' oder 'ti-ti-ti-tew-tew-tew' beschrieben, oft mit einer absteigenden Tonfolge am Ende. Er ist im Frühling und Frühsommer zu hören.
Ruf
Der häufigste Ruf ist ein hohes, klares 'tink' oder 'tsip', das oft beim Fressen oder in Schwärmen zu hören ist. Auch ein weiches 'seet' oder 'sitt' wird verwendet.
Wann er ruft
Der Gesang ist hauptsächlich während der Brutzeit im Frühling und Frühsommer zu hören. Rufe sind das ganze Jahr über zu hören, besonders im Winter in Schwärmen.

Brutverhalten

Brutzeit
Mai bis August, mit dem Höhepunkt im Juni und Juli.
Nistgewohnheiten
Das Nest wird vom Weibchen gebaut, meist am Boden oder sehr niedrig in einem Strauch oder einer kleinen Fichte, gut versteckt unter Vegetation. Es ist eine offene Tasse aus Gräsern, Moos, Zweigen und Wurzeln, ausgekleidet mit feineren Gräsern, Haaren und Federn.
Gelegegröße
3-6 Eier (durchschnittlich 4-5).
Eibeschreibung
3-6 Eier pro Gelege, meist 4-5. Die Eier sind blassblau oder blassgrünlich, oft mit rötlich-braunen oder violetten Flecken und Sprenkeln, die sich am größeren Ende verdichten können.
Brutdauer
11-13 Tage, hauptsächlich vom Weibchen bebrütet.
Nestlingsdauer
8-10 Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Jungvögel das Nest. Sie werden danach noch einige Zeit von beiden Elternteilen gefüttert.
Elterliche Fürsorge
Beide Elternteile füttern die Nestlinge und die flüggen Jungvögel. Das Männchen kann auch Nahrung zum brütenden Weibchen bringen.

Wo zu finden

Offene Wälder und Waldränder

Im Winter sind sie häufig in offenen Wäldern, an Waldrändern und in Gebieten mit dichter Unterwuchsvegetation zu finden.

Strauchland und Felder

Sie bevorzugen Gebiete mit Sträuchern, Hecken und Feldern, wo sie Nahrung finden und Deckung suchen können.

Gärten und Futterhäuschen

Im Winter sind sie oft an Futterhäuschen zu Gast, besonders wenn dort Hirse oder Sonnenblumenkerne angeboten werden.

Feuchtgebiete und Flussufer

Sie können auch in der Nähe von Wasserläufen und Feuchtgebieten mit dichter Ufervegetation gefunden werden.

Feldtipps

  1. Achten Sie auf Bewegung am Boden. Diese Vögel verbringen viel Zeit am Boden, scharren im Laub oder Schnee. Halten Sie Ausschau nach kleinen Bewegungen in der Vegetation.
  2. Besuchen Sie Futterhäuschen im Winter. Im Winter sind sie regelmäßige Besucher von Futterhäuschen, besonders in ländlichen oder vorstädtischen Gebieten. Bieten Sie kleine Samen an.
  3. Suchen Sie in Schwärmen. Im Winter sind sie oft in Schwärmen mit anderen Sperlingsvögeln, wie Juncos, unterwegs. Scannen Sie diese Gruppen sorgfältig.
  4. Hören Sie auf den Ruf. Ihr charakteristischer 'tink'-Ruf ist oft das erste Anzeichen ihrer Anwesenheit, besonders wenn sie in der Vegetation versteckt sind.
  5. Beobachten Sie das Verhalten. Ihr Scharren mit beiden Füßen ist ein gutes Erkennungsmerkmal, wenn sie am Boden nach Nahrung suchen.

Ähnliche Arten

Chipping Sparrow

Spizella passerina

Der Chipping Sparrow hat ebenfalls eine rötlich-braune Kappe, aber ihm fehlt der dunkle Brustfleck des Amerikazaunkönigs. Er hat auch eine schwarze Augenlinie und einen helleren Schnabel, der im Winter rosa ist. Der Chipping Sparrow ist im Allgemeinen schlanker und hat einen kürzeren Schwanz.

Field Sparrow

Spizella pusilla

Der Field Sparrow hat eine rötlich-braune Kappe und einen rosa Schnabel, aber ihm fehlt der dunkle Brustfleck. Er hat auch einen auffälligen weißen Augenring und eine ungestreifte Brust. Sein Ruf ist ein aufsteigender Triller, der sich vom Gesang des Amerikazaunkönigs unterscheidet.

Dark-eyed Junco

Junco hyemalis

Der Dark-eyed Junco hat eine dunkle Haube und Brust, aber sein Gefieder ist insgesamt dunkler und er hat einen hellen Bauch. Ihm fehlt die rötlich-braune Kappe und der einzelne Brustfleck. Sein Schnabel ist rosa. Er wird oft in denselben Winterrevieren wie der Amerikazaunkönig gesehen.

Kurzinfos

Brutgebiet:
Arktische Tundra und boreale Wälder Nordamerikas
Überwinterungsgebiet:
Südkanada und kontinentale USA
Hauptnahrung:
Samen (Winter), Insekten (Sommer)
Besonderes Merkmal:
Rötlich-braune Kappe und dunkler Brustfleck
Sozialverhalten:
Im Winter oft in großen Schwärmen

Wissenswertes

  • Der Amerikazaunkönig ist trotz seines Namens kein Zaunkönig, sondern gehört zur Familie der amerikanischen Sperlinge (Passerellidae).
  • Sein wissenschaftlicher Name 'arborea' bedeutet 'baumliebend', obwohl er oft am Boden nach Nahrung sucht und in niedriger Vegetation brütet.
  • Er ist einer der letzten Sperlingsvögel, die im Herbst aus den nördlichen Brutgebieten abziehen, und einer der ersten, die im Frühling zurückkehren.
  • Im Winter kann man ihn oft dabei beobachten, wie er mit beiden Füßen gleichzeitig im Schnee scharrt, um an vergrabene Samen zu gelangen.
  • Die Populationen des Amerikazaunkönigs sind stabil, was ihn zu einem häufigen und weit verbreiteten Wintergast in vielen Teilen Nordamerikas macht.

Systematik

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Aves
Ordnung
Passeriformes
Familie
Passerellidae
Gattung
Spizelloides
Art
Spizelloides arborea

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