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Trauertaube (Zenaida macroura)

Trauertaube

Nicht gefährdet (Least Concern)

Zenaida macroura

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Über den Vogel

Die Trauertaube ist eine mittelgroße, schlanke Taube, bekannt für ihr trauriges, klagendes Gurren. Sie ist eine der am weitesten verbreiteten und häufigsten Vogelarten in Nordamerika und hat sich erfolgreich an verschiedene menschliche Umgebungen angepasst. Ihr Flug ist schnell und direkt, und ihre Flügel erzeugen beim Start ein charakteristisches Pfeifgeräusch. Sie ernährt sich hauptsächlich von Samen.

Größe und Lebensdauer

Länge
22-34 cm
Flügelspannweite
37-45 cm
Gewicht
96-170 g
Lebensdauer
Im Durchschnitt 1-1,5 Jahre in freier Wildbahn; maximal bis zu 19 Jahre
Nahrung
Fast ausschließlich Samen (über 99%), bevorzugt von Gräsern, Getreidekulturen und krautigen Pflanzen; gelegentlich junge Schnecken oder Insekten.

Körperliche Merkmale

Gefieder
Das Gefieder ist überwiegend blass bräunlich-grau am Körper, wird auf dem Rücken und den Flügeln dunkler. Die Flügel zeigen kleine schwarze Flecken. Der Bauch ist heller, oft cremefarben. Unter den Ohren befindet sich ein kleiner, fleckiger, dunkler Fleck. Die äußeren Schwanzfedern sind weiß mit schwarzen Bändern, was im Flug gut sichtbar ist.
Schnabelform
Schlank, kurz, und schwarz. Die Basis kann eine leicht rötliche Tönung haben.
Augenfarbe
Dunkelbraun mit einem auffälligen hellblauen Augenring.
Beinfarbe
Leuchtend rot bis pink-rot
Erkennungsmerkmale
Schlanker Körper, kleiner Kopf, rosa Beine, kurzer schwarzer Schnabel, auffälliger dunkler Fleck unter dem Auge, und ein langer spitzer Schwanz mit weißen Spitzen an den äußeren Federn.
Jugendkleid
Jungvögel ähneln den Weibchen, sind aber insgesamt dunkler und schuppiger im Aussehen, mit hellen Säumen an den Federn, die einen leicht gewellten oder fleckigen Eindruck erwecken. Der dunkle Fleck unter dem Ohr ist bei ihnen weniger ausgeprägt.
Saisonale Veränderungen
Geringe saisonale Veränderungen im Gefieder; eventuell kann die Farbintensität der rosafarbenen Irideszenz bei Männchen während der Brutzeit etwas stärker ausgeprägt sein.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen sind im Allgemeinen leicht größer als Weibchen und haben oft einen deutlicher ausgeprägten rosafarbenen oder lilafarbenen Schimmer am Hals und auf der Brust. Weibchen sind tendenziell matter gefärbt und haben weniger ausgeprägte Irideszenz.

Bestimmung

  1. 1

    Lange dünne Schwanzfedern

    Einzigartig unter den Tauben Nordamerikas, ein entscheidendes Merkmal zur Unterscheidung.

  2. 2

    Flügelpfeifen beim Start

    Ein unverwechselbares Geräusch, das beim schnellen Flügelschlag erzeugt wird und akustisch sehr hilfreich ist.

  3. 3

    Melancholisches Gurren

    Das tiefe, klagende 'Ooo-woo-woo-woo-woo' ist leicht zu erkennen und oft der erste Hinweis auf ihre Anwesenheit.

  4. 4

    Schwarzer Fleck unter dem Auge

    Ein kleiner, aber konstanter dunkler Fleck unter dem Ohr, der bei genauer Betrachtung sichtbar ist.

  5. 5

    Flügelflecken

    Achte bei erwachsenen Vögeln auf kleine, schwarze Flecken auf den Flügeldecken.

Lebensraum und Verbreitung

Biome
Umfasst eine Vielzahl von Biomen, darunter offene Wälder, Waldränder, Prärien, Graslandschaften, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Vorstadtgebiete und städtische Parks.
Verbreitungsgebiet
Die Trauertaube ist in ganz Nordamerika von Südkanada bis Mittelamerika und der Karibik verbreitet. Sie ist sowohl Brutvogel als auch Zugvogel in Teilen ihres Verbreitungsgebiets, mit Überwinterungsgebieten im Süden der USA, Mexiko und Mittelamerika.
Höhenverbreitung
Von Meereshöhe bis etwa 3000 Meter, kann jedoch regional variieren.
Bevorzugte Lebensräume
Offene Landschaften mit verstreuten Bäumen oder Sträuchern, die sowohl Nistplätze als auch Schutz bieten, sowie offene Bodenflächen zur Nahrungssuche. Sie gedeihen gut in der Nähe von menschlichen Siedlungen.

Verhalten

Aktivitätszeit
Tagaktiv, vor allem morgens und am späten Nachmittag aktiv.
Fressgewohnheiten
Sucht am Boden nach Nahrung, indem sie Samen aufpickt. Sie schluckt die Samen ganz und speichert sie in einem großen Kropf. Sie kann große Mengen Wasser trinken.
Sozialverhalten
Außerhalb der Brutzeit gesellig und bildet oft große Schwärme. Während der Brutzeit eher paarweise oder in kleinen Gruppen zu finden.
Flugmuster
Schnell, direkt und kraftvoll, oft mit abrupten Richtungswechseln. Der Abflug erzeugt ein charakteristisches, pfeifendes Geräusch der Flügel (Flügelpfeifen).
Zugverhalten
Teilzieher; Vögel in nördlicheren Breiten ziehen im Herbst südwärts in wärmere Überwinterungsgebiete und kehren im Frühjahr zurück. Populationen in südlichen Regionen sind oft Standvögel.
Territorialverhalten
Während der Brutzeit verteidigt das Männchen ein kleines Brutrevier um das Nest. Außerhalb der Brutzeit weniger territorial.

Gesang und Rufe

Gesang
Der Gesang ist ein melancholisches, oft als 'Ooo-woo-woo-woo-woo' beschriebenes Gurren, gefolgt von einem tieferen 'coo-oo-oo'. Klingt oft klagend oder traurig. Wird meist vom Männchen vorgetragen, um Partner anzulocken und Reviere zu markieren.
Ruf
Neben dem Gurren gibt es ein kurzes 'coo' als Kontaktruf. Das charakteristische Flügelpfeifen beim Start oder Landung ist ebenfalls ein wichtiger akustischer Hinweis.
Wann er ruft
Das Gurren ist besonders während der Brutzeit in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag häufig zu hören.

Brutverhalten

Brutzeit
Variiert je nach geografischer Lage, kann aber von Februar bis Oktober reichen, mit Höhepunkten im Frühling und Frühsommer in den meisten Regionen. Einige Paare können bis zu sechs Bruten pro Jahr aufziehen, was sie sehr produktiv macht.
Nistgewohnheiten
Baut ein zerbrechliches, flaches Nest aus Zweigen, Grashalmen und Wurzeln, oft in Bäumen, Sträuchern oder manchmal auf dem Boden oder auf Strukturen. Beide Elternteile beteiligen sich am Nestbau.
Gelegegröße
Normalerweise 2 Eier pro Gelege.
Eibeschreibung
Typischerweise zwei reinweiße, ovale Eier.
Brutdauer
14 Tage, von beiden Elternteilen durchgeführt.
Nestlingsdauer
Die Jungvögel verlassen das Nest nach etwa 12-15 Tagen. Die Eltern füttern sie noch einige Tage nach dem Ausfliegen.
Elterliche Fürsorge
Beide Elternteile brüten abwechselnd und füttern die Küken anfangs mit Kropfmilch und später mit aufgeweichten Samen.

Wo zu finden

Gärten und Parks

Häufig anzutreffen, da sie offene Flächen zur Nahrungssuche und Bäume zum Nisten und Ruhen finden.

Felder und Agrarflächen

Samen von Getreide und Unkräutern sind eine Hauptnahrungsquelle, daher sind diese Gebiete sehr attraktiv.

Waldränder und Lichtungen

Bevorzugen die Übergangszonen zwischen Wäldern und offenen Flächen.

Vogelhäuser

Besuchen regelmäßig Futterstellen, besonders wenn Samen angeboten werden.

Feldtipps

  1. Hören Sie auf das Gurren. Oft werden sie zuerst durch ihre charakteristischen Rufe wahrgenommen.
  2. Beobachten Sie am Boden. Trauertauben verbringen viel Zeit mit der Nahrungssuche am Boden.
  3. Suchen Sie in der Nähe von Wasserquellen. Sie müssen regelmäßig trinken, besonders in heißen Klimazonen.
  4. Achten Sie auf das Fluggeräusch. Das pfeifende Geräusch beim Abflug ist ein ausgezeichneter Indikator für ihre Anwesenheit, auch wenn man sie noch nicht sieht.

Ähnliche Arten

Türkentaube

Streptopelia decaocto

Die Türkentaube ist größer und plumper, hat einen markanten schwarzen Nackenring und keine schwarzen Flecken auf den Flügeln. Ihr Schwanz ist kürzer und quadratischer ohne die weißen Spitzen der Trauertaube. Das Gurren der Türkentaube ist monotoner ('hoo-hoo-hooo').

Weißflügeltaube

Zenaida asiatica

Charakterisiert durch einen auffälligen weißen Flügelstreifen, der im Flug gut zu sehen ist, und blaue Haut um das Auge. Sie ist in der Regel auch etwas größer als die Trauertaube. Ihr Gurren ist rauer und tiefer.

Common Ground-Dove

Columbina passerina

Deutlich kleiner als die Trauertaube, mit einem kürzeren Schwanz und oft rosa gefärbt und mit dunkler Schuppung auf Brust und Hals. Flügelpfeifen ist weniger ausgeprägt oder fehlt.

Kurzinfos

Maximale Bruten pro Jahr:
Bis zu 6
Anzahl der Eier pro Gelege:
2
Nahrungsquelle:
Fast ausschließlich Samen
Charakteristisches Geräusch beim Abflug:
Flügelpfeifen

Wissenswertes

  • Trauertauben können große Mengen Wasser trinken und dies durch eine einzigartige Pumpbewegung direkt aus dem Schnabel ansaugen, ohne den Kopf zu heben.
  • Sie ernähren sich fast ausschließlich von Samen und spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Pflanzen.
  • Das Flügelpfeifen beim Abflug, verursacht durch die Vibrationen der äußeren Schwungfedern, ist nicht nur für Menschen hörbar, sondern dient möglicherweise auch als Warnsignal für andere Tauben.
  • Obwohl sie jedes Jahr gejagt werden, sind die Populationen der Trauertaube aufgrund ihrer hohen Fortpflanzungsrate stabil und weit verbreitet.

Systematik

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Aves
Ordnung
Columbiformes
Familie
Columbidae
Gattung
Zenaida
Art
Zenaida macroura

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