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Grasfrosch

Nicht gefährdet (Least Concern)

Rana temporaria

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Über den Vogel

Der Grasfrosch (Rana temporaria) ist eine weit verbreitete Froschart in Europa und Asien. Er ist bekannt für seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Lebensräume und seine frühe Laichzeit im Frühjahr. Er gehört zu den häufigsten Amphibienarten in Mitteleuropa.

Größe und Lebensdauer

Länge
6-10 cm (Kopf-Rumpf-Länge)
Flügelspannweite
Nicht zutreffend (kein Vogel)
Gewicht
10-30 g
Lebensdauer
6-10 Jahre in freier Wildbahn
Nahrung
Insektenfresser (carnivor)

Körperliche Merkmale

Gefieder
Nicht zutreffend (kein Vogel). Die Hautfarbe variiert stark von gelblich-braun über rotbraun, olivgrün bis dunkelgrau, oft mit dunklen Flecken oder Marmorierungen. Die Unterseite ist heller, meist weißlich oder gelblich, oft mit dunklen Sprenkeln.
Schnabelform
Nicht zutreffend (kein Vogel). Das Maul ist breit und besitzt kleine Zähne im Oberkiefer.
Augenfarbe
Die Iris ist goldfarben bis bräunlich mit einer horizontalen, ovalen Pupille.
Beinfarbe
Nicht zutreffend (kein Vogel). Die Beine sind meist der Körperfarbe angepasst, oft mit dunklen Querbinden.
Erkennungsmerkmale
Charakteristisch sind der dunkle Schläfenfleck hinter dem Auge, der bis zur Schulter reicht, und die glatte Haut, die jedoch kleine Warzen aufweisen kann. Die Hinterbeine sind lang und kräftig, mit gut entwickelten Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Ein deutlicher Drüsenwulst (Dorsolateralfalte) verläuft vom Auge bis zur Leiste.
Jugendkleid
Jungfrösche ähneln den erwachsenen Tieren, sind aber kleiner und oft intensiver gefärbt. Ihre Haut kann glatter wirken.
Saisonale Veränderungen
Die Färbung kann sich je nach Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit leicht ändern. Während der Paarungszeit können Männchen eine bläuliche oder gräuliche Färbung annehmen.
Geschlechtsdimorphismus
Männchen sind während der Paarungszeit oft dunkler gefärbt und entwickeln an den Daumenballen dunkle Brunftschwielen. Weibchen sind in der Regel etwas größer und fülliger, besonders vor der Eiablage.

Bestimmung

  1. 1

    Schläfenfleck

    Achten Sie auf den dunklen, dreieckigen Fleck hinter dem Auge, der bis zur Schulter reicht. Dies ist ein sehr charakteristisches Merkmal des Grasfrosches.

  2. 2

    Hautbeschaffenheit

    Die Haut ist relativ glatt, kann aber feine Warzen aufweisen. Dies unterscheidet ihn von den stärker warzigen Kröten.

  3. 3

    Dorsolateralfalten

    Beachten Sie die deutlichen Drüsenleisten, die vom Auge entlang des Rückens bis zur Leiste verlaufen.

  4. 4

    Hinterbeine

    Die Hinterbeine sind kräftig und ermöglichen weite Sprünge, aber nicht so extrem lang wie beim Springfrosch. Die Schwimmhäute zwischen den Zehen sind gut entwickelt.

  5. 5

    Laich

    Im Frühjahr ist der Laich ein eindeutiges Indiz: große, gallertartige Ballen, die meist an der Wasseroberfläche schwimmen oder knapp darunter befestigt sind.

Lebensraum und Verbreitung

Biome
Wälder, Wiesen, Moore, Gärten, Parks, Agrarlandschaften
Verbreitungsgebiet
Weite Teile Europas (von Irland bis zum Ural) und Nordasiens. Fehlt im südlichen Mittelmeerraum.
Höhenverbreitung
Von Meereshöhe bis über 2500 m in Gebirgsregionen.
Bevorzugte Lebensräume
Bevorzugt feuchte Lebensräume mit dichter Vegetation in der Nähe von Gewässern wie Teichen, Tümpeln, Gräben oder langsam fließenden Bächen. Auch in Wäldern und auf feuchten Wiesen zu finden.

Verhalten

Aktivitätszeit
Dämmerungs- und nachtaktiv, kann aber bei feuchtem Wetter auch tagsüber aktiv sein.
Fressgewohnheiten
Der Grasfrosch ist ein Lauerjäger. Er ernährt sich hauptsächlich von Insekten (Käfer, Fliegen, Ameisen), Spinnen, Schnecken, Würmern und anderen kleinen Wirbellosen. Kaulquappen fressen Algen, Detritus und Pflanzenmaterial.
Sozialverhalten
Außerhalb der Laichzeit eher einzelgängerisch. Während der Paarungszeit versammeln sich viele Individuen an Laichgewässern.
Flugmuster
Nicht zutreffend (kein Vogel).
Zugverhalten
Kurzstreckenwanderer. Nach der Überwinterung wandern Grasfrösche zu ihren Laichgewässern, oft nur wenige hundert Meter. Nach der Laichzeit verteilen sie sich in ihren Sommerlebensräumen. Überwinterung erfolgt an Land (in Erdhöhlen, unter Steinen, Holz) oder im Wasser (im Schlamm).
Territorialverhalten
Nicht territorial, insbesondere nicht während der Laichzeit.

Gesang und Rufe

Gesang
Nicht zutreffend (kein Vogel). Der Ruf des Männchens während der Paarungszeit ist ein leises, knurrendes oder schnurrendes Geräusch, das oft als "orr-orr-orr" oder "roarr-roarr" beschrieben wird. Es wird unter Wasser oder an der Wasseroberfläche abgegeben und ist eher unauffällig.
Ruf
Neben dem Paarungsruf gibt es einen leisen Befreiungsruf, wenn ein Männchen von einem anderen Männchen umklammert wird, und einen Schreckruf bei Gefahr.
Wann er ruft
Hauptsächlich während der Paarungszeit im Frühjahr (März bis Mai), meist in den Abend- und Nachtstunden.

Brutverhalten

Brutzeit
März bis Mai, je nach Region und Witterung. Der Grasfrosch ist einer der ersten Amphibien, die im Frühjahr laichen.
Nistgewohnheiten
Nicht zutreffend (kein Vogel). Die Eiablage erfolgt in flachen, stehenden Gewässern. Die Weibchen legen große Laichballen ab, die aus mehreren tausend Eiern bestehen und an Wasserpflanzen oder am Gewässerboden befestigt werden.
Gelegegröße
700-4500 Eier pro Weibchen.
Eibeschreibung
Die Eier sind schwarzbraun, von einer gallertartigen Hülle umgeben und haben einen Durchmesser von ca. 1,5-2 mm. Ein Laichballen kann 700 bis 4500 Eier enthalten und einen Durchmesser von bis zu 30 cm erreichen.
Brutdauer
10-20 Tage, abhängig von der Wassertemperatur. Die Kaulquappen schlüpfen nach dieser Zeit.
Nestlingsdauer
Nicht zutreffend (kein Vogel). Die Metamorphose von der Kaulquappe zum Jungfrosch dauert etwa 2-3 Monate (Juni-August).
Elterliche Fürsorge
Keine Brutpflege nach der Eiablage.

Wo zu finden

Feuchte Wiesen und Wälder

Suchen Sie in feuchten, vegetationsreichen Gebieten, insbesondere nach Regenfällen oder in der Dämmerung.

Teiche und Tümpel

Während der Laichzeit im Frühjahr sind sie an stehenden Gewässern mit geringer Strömung zu finden.

Gärten und Parks

In naturnahen Gärten mit Teichen oder feuchten Ecken können Grasfrösche vorkommen.

Feldtipps

  1. Frühes Frühjahr. Die beste Zeit, Grasfrösche zu beobachten, ist im zeitigen Frühjahr (März-Mai), wenn sie zu ihren Laichgewässern wandern und sich dort versammeln.
  2. Dämmerung und Nacht. Obwohl sie auch tagsüber aktiv sein können, sind sie in der Dämmerung und nachts am aktivsten. Eine Taschenlampe kann hilfreich sein.
  3. Ruhe bewahren. Grasfrösche sind scheu. Nähern Sie sich langsam und leise, um sie nicht zu verschrecken.
  4. Laichgewässer. Suchen Sie nach Laichballen an der Wasseroberfläche oder nach Kaulquappen in flachen Uferbereichen.

Ähnliche Arten

Springfrosch

Rana dalmatina

Der Springfrosch hat im Verhältnis zum Körper deutlich längere Hinterbeine, wodurch er sehr weit springen kann. Sein Schläfenfleck ist weniger ausgeprägt und er hat eine spitzere Schnauze. Die Augen des Springfrosches stehen weiter auseinander und sind stärker nach vorne gerichtet. Der Laich des Springfrosches sinkt oft auf den Grund, während der Grasfroschlaich meist an der Oberfläche schwimmt.

Moorfrosch

Rana arvalis

Der Moorfrosch ist schlanker und hat eine spitzere Schnauze als der Grasfrosch. Männchen des Moorfrosches färben sich während der Paarungszeit intensiv blau. Der Schläfenfleck des Moorfrosches ist ebenfalls deutlich ausgeprägt, aber seine Dorsolateralfalten sind oft stärker erhaben. Der Ruf des Moorfrosches ist ein blubberndes Geräusch, das an das Gluckern von Wasserflaschen erinnert.

Kurzinfos

Wissenschaftlicher Name:
Rana temporaria
Familie:
Echte Frösche (Ranidae)
Größe:
6-10 cm
Lebensraum:
Feuchte Wälder, Wiesen, Gewässerränder
Nahrung:
Insekten, Spinnen, Schnecken, Würmer
Laichzeit:
März-Mai
Laich:
Große Ballen an der Wasseroberfläche
Schutzstatus:
Nicht gefährdet (Least Concern)

Wissenswertes

  • Der Grasfrosch kann seine Hautfarbe an die Umgebung anpassen, um sich besser zu tarnen.
  • Er ist einer der ersten Amphibien, die im Frühjahr aus der Winterstarre erwachen und laichen.
  • Grasfrösche können sowohl an Land als auch im Wasser überwintern.
  • Die Kaulquappen des Grasfrosches sind wichtige Algenfresser und tragen zur Reinhaltung der Gewässer bei.

Systematik

Reich
Animalia
Stamm
Chordata
Klasse
Amphibia
Ordnung
Anura
Familie
Ranidae
Gattung
Rana
Art
Rana temporaria

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